Kommt, wir (er)finden Geschichten


Umsetzung des Theaterprojektes

Das Erzählen ist die Grundlage von Theater. Erzählen kann man mit Worten, aber auch mit Bildern, Bewegungen oder Gebärden. Erzählen ist aber auch ein Grundelement menschlicher Kommunikation, ganz gleich ob im familiären, sozialen oder öffentlichen Rahmen. Menschen treten darüber miteinander in Beziehung und lernen einander kennen. Zum Erzählen gehören auch Geschichten. Über Geschichten werden Erfahrungen weitergegeben und somit bilden Geschichten – oft in Form von Märchen und Sagen – die Basis einer kulturellen Identität. Jeder kennt Geschichten. Wir können darauf zurückgreifen, egal in welchem Alter wir sind.

Kinder und Erwachsene standen in diesem Theaterprojekt somit gleichberechtigt nebeneinander. Im Zeitalter von digitalen und „sozialen“ Medien wird die direkte Kommunikation sehr stark vernachlässigt. Kinder verlernen das Erzählen und gleichzeitig fällt es Ihnen oft schwer zuzuhören. Im Projekt bekamen die Kinder und Erwachsenen Raum, um alte und neue, selbst erlebte und frei erfundene Geschichten und Märchen zu erzählen. Aus den Geschichten entstanden interaktive Szenen, Stimmungen und Bilder.

Wir konnten zusammen aus einem riesigen Pool an Ideen und Erlebnissen schöpfen. Die TeilnehmerInnen gewannen an Phantasiereichtum und füllten ihren Geschichtenschatz auf. Während des Projektes wurden vielfältige theaterpädagogische Übungen gemacht, die das eigene Selbstbewusstsein stärkten und gegenseitiges Vertrauen schafften. Ziel des Projektes war es auch, die ErzieherInnen und MitarbeiterInnen des Familienzentrums so einzubeziehen, dass sie über den Zeitraum des Projektes hinaus, eine Erzähl- und Geschichtenwerkstatt fortführen können.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Förderern.