„Ich&die Anderen“ Herbst 2014 – Sommer 2015

Ich und die anderen©Tajan Abdulla

Zeitraum: September/ Oktober 2014 – Sommer 2015

Das Theaterprojekt „Ich und die Anderen“ des Spielraum TPZ. – Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region an der Förderschule Astrid-Lindgren-Schule setzt auf soziale und kulturelle Teilhabe von benachteiligten Kindern.

Sich anvertrauen, einander berühren, spüren und anfassen, sich im Miteinander positiv zu erleben sind zentrale Ansatzpunkte, um die eigene Identität zu stärken. Genau darum geht es in diesem Projekt. „Unseren SchülerInnen fehlen manchmal die Worte. Hier lernen Sie zu kommunizieren“, formuliert Jessica Gramann (Lehrerin) worum es geht. Über einen körperorientierten Theateransatz und die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Theaters setzen sich 31 SchülerInnen aus drei Klassen der Jahrgänge drei bis sechs praktisch mit der eigenen Rolle in der Gemeinschaft auseinander:

  • Wer bin ich? Welche eigenen Gefühle und Bedürfnisse habe ich, und wie kann ich diese ausdrücken?
  • Wer sind die anderen? Was sind Ihre Gefühle und Bedürfnisse? Wie kann ich diese erkennen?
  • Was verbindet uns? Was können wir gemeinsam auf die Beine stellen?
  • Was denke ich über mich, meine Rolle in der Gesellschaft? Was denken die anderen? Was denkt die Gesellschaft über mich/ uns?

Am 21. Januar 2015 fand  im Spielraum TPZ. eine erste gegenseitige Zwischenaufführung/Präsentation der Gruppen über Ihre bisherige Arbeit statt.

Und das sagen die Theaterpädagoginnen Franziska Denecke, Tajan Abdulla, Marie-Dephine Rauhut, Franca Özcan:
„Ich sehe die Entwicklung der Kinder und merke zugleich, dass es mich auch immer wieder anstrengt. Manchmal stoße ich an meine Grenzen. Ich bin total glücklich im Projekt, die Schüler sind klasse. Wir werden von den LehrerInnen super unterstützt. Ich lerne sehr viel in diesem Projekt.“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Förderern des Projekts.

Lotto-Sport-Stiftung_Logo_mit_Claim_CMYK                 Erich Mundstock

 

Meine Geschichte! Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe


Laufzeit: November 2013 bis Sommer 2014
Ort: LOT-Theater Braunschweig, TPZ. Braunschweig, Braunschweiger Land

 

Das Projekt

Durch das Erzählen und Hören von Geschichten begreifen Kinder nicht nur ihre Welt, sie erschaffen ihre eigene Persönlichkeit kontinuierlich neu.

Aber wie erzählt man Geschichten, wenn man selbst sprachlos geworden ist?

In Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe führen Theaterpädagoginnen und -pädagogen des TPZ.- Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig und die Region – seit November 2013 mit Erzieherinnen, Kindern und Jugendlichen ein Projekt durch, in dem 36 Mädchen und Jungen zwischen 6 und 17 Jahren die Ausdrucksmöglichkeiten verschiedener Kunstformen erforschen.

In den Einrichtungen aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen Beeinträchtigungen und Vernachlässigungen, schulischen Schwächen, missbrauchte und misshandelte Kinder, sowie Kinder mit psychomotorischem und physiotherapeutischem Hilfebedarf, Geschwisterkinder, Heimkinder. Für sie alle ist eine langfristige Unterbringung erforderlich.

Theaterarbeit in diesen Kontexten bedeutet den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben – oft zum ersten Mal – aktiv am kulturellen Leben unserer Gesellschaft teilzunehmen. Sie können durch eigenes künstlerisches Gestalten Erfahrungen sammeln, die ihr Selbstkonzept stärken. Z.B. erleben sie, dass ihre eigenen kreativen Ideen ernst genommen, in den Proben umgesetzt und nach einer Aufführung mit Applaus belohnt werden.

 

© Uwe Gertitschke

© Uwe Gertitschke

Hierzu gingen die TeilnehmerInnen in Workshops und Arbeitsgruppen auf künstlerische Entdeckungsreise und erprobten die Arbeit mit Stimme, Körper, Requisiten, Collagen, Texten, Lichttechnik, Filmen oder Fotografie. Dabei erfanden und erzählten die jungen Künstlerinnen und Künstler eigene Geschichten, die sie mit unterschiedlichen kreativen Mitteln umsetzen. Entstanden sind hierbei Objekte, szenische Präsentationen, Landschaftstheater, Installationen, Filme und Ausstellungen, die sich mit ihrem Lebensalltag und Umfeld sowie Themen wie „Familie“, „Begegnungen“ „Fremdheit und Freundschaft“ auseinandersetzen.

 

Sie haben selbst Interesse mit ihrer Einrichtung ein ähnliches Projekt durchzuführen oder wünschen mehr Informationen zu unserer Arbeit? Sprechen Sie uns gerne an. Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende der Seite.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Am Projekt beteiligte Einrichtungen
der stationären Kinder- und Jugendhilfe:

  • PPTZ – Pädagogisch-Psychologisches Therapie-Zentrum Braunschweig
  • Jugendhaus Kutzner Wolfsburg
  • Kinderhaus Eitzum
  • Kinder- und Jugendhof Boegens
  • VBK – Verbund Braunschweiger Kinderhäuser
  • Haus Klein Vahlberg

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Förderern des Projekts.

Kroschke Kinderstiftung      sbk_logo